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    AutorThema: Europäische Union / Griechenland
    ungelesen02.03.2010
    17:14:22 Uhr
    La_austriaca
    Mark B. (19)
    La_austriaca ist nicht eingeloggtmännlichLa_austriaca ist per Ausweis zertifiziert

    La_austriaca
    51 Beiträge im Forum
    Tja...wurde hier ja noch nicht diskutiert, was eigendlich sehr schade ist.

    Durch die Wirtschaftskrise is das was Griechenland seit 2001 betreibt aufgeflogen. Griechenland hat Schulden bis zum geht nicht mehr. Wenn ich mich nicht irre alleine von 2001-09 300Milliarden Euro?
    Was soll die Eu jetz machen? Griechenland helfen?
    Was sie laut EU-Vertrag nicht muss.
    Weil irgendwo im Vertrag steht jedes Euro-Land muss sich selbst helfen.
    Aber wenn Griechenland Bankrott werden würde, was wäre dann mit Spanien,Portugal Italien und Irland ?
    Diese Länder haben immerhin auch eine jährliche Neuverschuldung von 8,0 - 12,5% (Ausnahme Italien 5,3%)
    Wird die EU vllt. wegen Griechenland zerbrechen?
    ungelesen02.03.2010
    18:00:23 Uhr
     
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    ungelesen02.03.2010
    18:00:23 Uhr
    FrauJule
    Julia (21)
    FrauJule ist nicht eingeloggtweiblichFrauJule ist per Ausweis zertifiziert

    FrauJule
    151 Beiträge im Forum
    Von dem Thema habe ich nur kurzfristig etwas mitbekommen ist auch schon einige Tage her, aber da ging es darum, dass Griechenland den Euro einreißen lassen könnte, leider weiß ich jetzt nicht mehr den Bezug wieso weshalb warum.
    Wenn dem so wäre (darauf will ich mich jetzt nicht festsetzen), dann würde man ja irgendwie versuchen zu helfen, ob nun mit finanziellen Mitteln oder ähnliches, damit die Währung eben nicht den Bach runtergerissen wird. Raus schmeißen kann man Greichenland ja nicht.
    Verdammt dramatisch! [x
    ungelesen02.03.2010
    18:53:13 Uhr
    La_austriaca
    Mark B. (19)
    La_austriaca ist nicht eingeloggtmännlichLa_austriaca ist per Ausweis zertifiziert

    La_austriaca
    51 Beiträge im Forum
    Ja soweit ich das mitbekommen habe, wäre es sehr schlecht für die EU wenn Griechenland wirklich den Euro runterreißt. ABER warum sollte man in Griechenland noch mehr Geld pumpen? Es wurden schon zig Milliarden Euro allein von Deutschland an Griechenland überwiesen.
    Und in Griechenland ist Schwarzarbeit und Bestechungsgelder ganz normal...warum dann Geld in ein Land investieren was sowieso ein System hat was nach ein paar Jahren wieder an den jetzigen Punkt ankommen wird?

    Nur mal ein Beispiel:
    "Ein Arzt aus dem Athener Nobelviertel Kolonaki deklarierte für das JAhr 2008 monatliche Einnahmen von nur 300 Euro. Dutzende seiner Kollegen wollen lediglich 1000 Euro verdient haben"
    ungelesen05.03.2010
    14:33:58 Uhr
    little_sunshine...
    birthe j. (16)
    little_sunshine_94 ist nicht eingeloggtweiblichlittle_sunshine_94 ist Premium-Userlittle_sunshine_94 ist per Handy zertifiziert

    little_sunshine_94
    85 Beiträge im Forum
    Also durch die Verschuldung von Griechenland/ Beziehugsweise durch den Bankrot sinkt der Wert des Euros, was zu einer Geldinflation führt. Deswegen ist es wichtig für die gesamte EU.
    Natürlich ist es die Frage ob man Griechenland jetzt helfen sollte, denn nicht nur Griechenland hat Schulden sondern auch andere und eigentlich wäre es dann ja unfair, wenn man diese ganz im Regen stehen lässt.
    Zudem wird das irgendwann teuer. Das ist so ähnlich wie bei der Wirtschaftskrise, wo die ganzen Unternehmen Unterstützung vom Staat gefordert haben. Es gibt eigentlich kein richtig und falsch man muss nur die Folgen vergleichen und überprüfen was sich langfristig mehr lohnt.
    „Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der Andere könnte am Ende doch recht haben.“
    (Karl Marx)
    ungelesen05.03.2010
    15:06:21 Uhr
    Linguist
    Sören D. (21)
    Linguist ist nicht eingeloggtmännlichLinguist ist Premium-UserLinguist ist per Ausweis zertifiziert

    Linguist
    (Moderator)
    405 Beiträge im Forum
    Zitat von little_sunshine_94:
    Natürlich ist es die Frage ob man Griechenland jetzt helfen sollte, denn nicht nur Griechenland hat Schulden sondern auch andere und eigentlich wäre es dann ja unfair, wenn man diese ganz im Regen stehen lässt.


    Was diesen Punkt angeht, darfst du es nicht ganz so simpel sehen..
    Die Problematik ist ja nicht nur, dass Griechenland Schulden hat und jetzt gerne Geld hätte, der Hauptgrund für die Empörung und die Aufschreie der übrigen EU-Länder ist der, dass Griechenland seinen Beitritt in die EU vor ein paar Jahren mit (bewusst) gefälschten Zahlen "erschlichen" hat!

    Man ist sich darüber bewusst, dass es für die ganze Union nicht von Vorteil ist, jemanden in seine Mitte mitaufzunehmen, dem man dann verpflichtet ist völlig zu unterstützen, das war den Griechen bekannt. Nun ist es rausgekommen, dass diese Schulden seit langer Zeit vertuscht wurden... und nun steht man da!

    Was jetzt "unfairer" ist, bewusst die EU zu täuschen gleich zu Beginn der Beziehungen und mit den eigenen Schulden zu "belasten" oder die Griechen jetzt seitens der anderen Mitgliedsstaaten im "Regen stehen" zu lassen... das lässt nicht viel Spiel wie ich finde :/
    Ich verlasse diese Welt wie ich sie betreten habe - schreiend und blutüberströmt!
    ungelesen05.03.2010
    15:23:46 Uhr
    [User inaktiv]
    Das Problem mancher Griechen ist, dass sie gerne zu Übertreibungen neigen. Vor allem in Bezug auf dass, was die Zeitschrift Focus geschrieben hat, hat sie so dermaßen empört, dass sie gleich bezüglich deutscher Ware, etc. alles boykottieren wollen bzw. wollten. Ich hätte einfach nur eine Entschuldigung verlangt. Der Redaktionschef der Focus und der Verfasser, der die Statue mit einem Mitteflinger verziert hat, sind dann nach Griechenland gereißt, um sich dann persönlich zu entschuldigen. Manche meinen, mit einer Entschuldigung sei es nicht getan. Die Griechen denken "manchmal" nicht nach, bevor sie etwas machen. Die Bild schrieb bereits, dass Griechenland vom Tourismus lebt und in diesem Bereich lief bisher alles super. Wenn mancher Grieche da zu weit geht, verscheucht er auch deutsche Touristen.

    Es ist übrigens eine sehr schwierige Entscheidung mit der Finanzierung. Warum soll man einem Land finanziell helfen, dass möglicherweise in Zukunft wieder die gleichen Fehler machen könnte? Das Problem ist, dass die Griechen in vielerlei Hinsicht verschwenderisch mit ihrem Geld sind und wenn man ihnen Geld hinterschmeißt, läuft man Gefahr, die Dummheiten der Griechen zu unterstützen, anstatt ihnen die Augen zu öffnen. Papandreou hat in Augen der Griechen mit seinem Sparprogramm eine unpopuläre Entscheidung getroffen. Aber momentan scheint das die einzige Lösung zu sein, um wieder alles fruchtbar zu machen. Wobei andere, die bisher richtig mit Geld umgehen konnten, leider in Mitleidenschaft gezogen werden.
    Den Intelligenzgrad eines Menschen erkennst du am leichtesten daran, wie genau er das sagt, was du denkst.
    ungelesen05.03.2010
    17:22:13 Uhr
    Linguist
    Sören D. (21)
    Linguist ist nicht eingeloggtmännlichLinguist ist Premium-UserLinguist ist per Ausweis zertifiziert

    Linguist
    (Moderator)
    405 Beiträge im Forum
    Was du ansprichst ist das, was gerne als "Südländer-Mentalität" bezeichnet wird.
    Da hast du in gewissen Maße auch vollkommen Recht - dennoch ist es mir bei deinem Text doch etwas zu pauschal gehalten. Ein Volk lebt, wie es ihm vorgelebt wird - und das der Großteil der Bevölkerung nicht aus Intelektuellen bestehen kann, ist nun einmal Fakt.

    Die Passage um den Boykott deutscher Waren und Märkte (u.a. Media Markt) in Griechenland hängt ja weniger direkt mit der Finanzsituation zusammen, als viel mehr (und fast ausschließlich) mit der Reaktion auf den Artikel des Focus. Das sollte man meiner Meinung nach schon trennen.
    Das ein Volk so aufschreit, nach einer Publikation in einer Zeitschrift, gab es ja (in natürlich anderem Rahmen - ich setze das keines Falls gleich) auch schon zum Erscheinen der sog. "Mohammed-Karikaturen". Der Hauptfaktor ist bei solchen Reaktionen der Bevölkerung eigentlich das, was daraus "gemacht wird". Soll heißen, entweder sind es religiöse Führer die so etwas anprangern, in einer Gesellschaft wo die Religion noch als oberstes Gut steht, oder, es sind die (Boulevard-)Medien (hierzulande die Bild etwa) die aus einer Karikatur und einer polarisierenden Textzeile eine Hassschrift ersehen!
    Das Verhalten der Focus Redaktion war ja bezeichnend dafür, dass es sicherlich keine abgrundtiefe Hassnachricht an die Griechen war! - Man sollte das nicht überbewerten, Stolz schadet meist nur in solch einer Situation.


    Warum man einem Land helfen soll, dass möglicher Weise in Zukunftdie Fehler wiederholt ist natürlich keine leichte Entscheidung..
    Sieht man es so, dass Deutschland 2 mal die Kriegsschuld zugesprochen bekam an den bisherigen Weltkriegen und dennoch mittlerweile eines der führenden EU Länder ist (völlig ab vom geschichtlichen Teil, was Reparationen, Verträge und Instrumentalisieren des Landes als neuen Markt angeht, das gehört hier nicht hin ;) ), könnte man sagen, jeder verdient seine Chance zur Wiedergutmachung!
    Wenn man aber mit der Meinung aufwartet, ein Land, dass vorsätzlich die gesamte wirtschaftliche Lage der Europäischen Union aufs Spiel setzt, nur um selber sich den Arsch zu retten oder Vorteile daraus zu ziehen, dann ist die Entscheidung schwerlich uneingeschränkt pro Unterstützung zu fällen...

    Der momentan eingeschlagene Mittelweg ist mE der bisher sinnigste.
    Hilfe bei der Konsolidierung - nicht beim Abbezahlen. Das Land muss nun selber sehen, dass das Geld in die Kassen kommt, wird aber bei der Umsetzung unterstützt und beraten - eine gewisse Zusicherung von Loyalität macht sich auch nicht schlecht, wenn man schon den Zorn des Volkes auf sich zieht.. ;)

    So, das jetzt erstmal wieder etwas ausführlicher - ihr seid wieder dran :)
    Ich verlasse diese Welt wie ich sie betreten habe - schreiend und blutüberströmt!
    ungelesen05.03.2010
    18:37:28 Uhr
    [User inaktiv]



    Zitat von Linguist:
    [...]
    Die Passage um den Boykott deutscher Waren und Märkte (u.a. Media Markt) in Griechenland hängt ja weniger direkt mit der Finanzsituation zusammen, als viel mehr (und fast ausschließlich) mit der Reaktion auf den Artikel des Focus. Das sollte man meiner Meinung nach schon trennen.
    [...]


    Nein, natürlich hängt das nicht damit direkt zusammen, aber in jüngerer Zeit zeigte sich, welche Folgen das hatte. Es hängt aber zumindest indirekt damit zusammen. Der Artikel bzw. das Titelbild des Focus wurde ja im Zusammenhang mit der finanziellen Lage Griechenlands und dessen Handeln verfasst. Du siehst ja, wie die Griechen reagiert haben: Sie haben die Goldelse auf der Berliner Siegessäule ein Hakenkreuz auf die Hand gegeben und wollen eben die Sache mit den deutschen Waren boykottieren. Und warum das Ganze? Weil jemand aus der Focus-Redaktion über die aktuelle Lage Griechenlands mit Aphrodite, die den Stinkefinger zeigt, herzieht und auch die Griechenland als Betrüger der Euro-Familie bezeichnet. Das spielt für die Griechen auch eine Rolle und die Reaktion der Griechen wird oft in einigen Artikeln im Zusammenhang mit ihrer finanziellen Situation erwähnt.


    Zitat von Linguist:
    [...]
    Ein Volk lebt, wie es ihm vorgelebt wird - und das der Großteil der Bevölkerung nicht aus Intelektuellen bestehen kann, ist nun einmal Fakt.
    [...]


    Mit solchen Äußerungen muss man ein wenig vorsichtig sein. Es gibt zahlreiche Griechen, die verünftig und inelektuell genug sind, um auch normal bzw. verünftigt mit dieser Situation umgehen können. Das Problem ist aber, dass genau diese verünftigen leider durch den Aufstand der sagen wir mal eher weniger intelektuellen Griechen untergehen.

    Ich muss allerdings zugeben, dass ich das auch gesagt hätte, wenn ich nur Griechen sehe, die sich ein wenig unangebracht verhalten und kann es auch niemanden übel nehmen, der sowas sagt, weil wir alle nur die Oberfläche sehen können und nicht den Kern.

    Dieser Beitrag wurde am 05.03.2010 um 18:51 Uhr von [User inaktiv] editiert.
    Den Intelligenzgrad eines Menschen erkennst du am leichtesten daran, wie genau er das sagt, was du denkst.
    ungelesen05.03.2010
    20:28:31 Uhr
    Linguist
    Sören D. (21)
    Linguist ist nicht eingeloggtmännlichLinguist ist Premium-UserLinguist ist per Ausweis zertifiziert

    Linguist
    (Moderator)
    405 Beiträge im Forum
    Zitat von Arkunel:
    Weil jemand aus der Focus-Redaktion über die aktuelle Lage Griechenlands mit Aphrodite, die den Stinkefinger zeigt, herzieht und auch die Griechenland als Betrüger der Euro-Familie bezeichnet. Das spielt für die Griechen auch eine Rolle und die Reaktion der Griechen wird oft in einigen Artikeln im Zusammenhang mit ihrer finanziellen Situation erwähnt.


    Nun, wenn man ehrlich objektiv bewertet ist die Aussage auch "gerechtfertigt"!
    Die Tatsache, das Griechenland die EU beschissen hat ist nunmal gegeben - daher ist die Aussage und die Karikatur, die das verdeutlichen soll durch aus legitim. Ob das jetzt der richtige Weg ist, es zu überzogen dargestellt oder generell einfach unnötig war, das muss jeder für sich ausmachen wo er die Grenze zieht zwischen nötiger und unnötiger "Pressefreiheit" / Kunst.
    Ich halte die Überschrift zwar für Bild-Niveau (je nachdem wie mans auffassen will sogar gewollt), über das Abbild musst eich allerdings schmunzeln.. dennoch verdamme ich nicht die gesamte griechische Bevölkerung - das ist, was den Leuten mit zu hohem Puls klar werden muss.


    Zitat von Arkunel:
    Mit solchen Äußerungen muss man ein wenig vorsichtig sein. Es gibt zahlreiche Griechen, die verünftig und inelektuell genug sind, um auch normal bzw. verünftigt mit dieser Situation umgehen können. Das Problem ist aber, dass genau diese verünftigen leider durch den Aufstand der sagen wir mal eher weniger intelektuellen Griechen untergehen.


    Ich denke ich bin vorsichtig genug gewesen.
    Du hast mich falsch verstanden - keines Wegs wollte ich damit aussagen, dass ich die Griechen (oder generell Staaten) alle dumm oder ungebildet sind.
    Es geht einfach darum, dass ich der Meinung bin in Zeiten wo alles zusammen kommt (Steuererhöhung, Pleitestaat, Publikationen wie im Focus, Bewusstwerden was gerade passiert) , der weniger gebildete Bürger, ohne großem Bezug zur Politik und Wirtschaftstheorie, seinem Frust einfach nur noch Luft machen will - das alte Bild des "Pöbels" mit Forke und Fackeln ;)
    Das ist sicher nicht beleidigend gemeint, sollte so auch nicht verstanden werden!
    Ich verlasse diese Welt wie ich sie betreten habe - schreiend und blutüberströmt!
    ungelesen05.03.2010
    20:35:40 Uhr
    [User inaktiv]
    Dass Griechenland die EU beschissen haben, ist mir klar und das kann auch niemanden verleugnet. Ich wäre auch der letzte, der sowas verleugnen würde. Da hat auch jeder das Recht, darüber zu schreiben. Für die Folgen muss die Zeitschrift natürlich gerade stehen und das tat sie ja auch. Aber die Griechen sind natürlich etwas nachtragend. Das ist nunmal der griechische Stolz. ;-)

    Der Sache mit dem Frust kann ich so weit zustimmen. Es hängt aber auch teilweise damit zusammen, dass so mancher Grieche dazu neigt, emotional zu reagieren, was in dieser Situation ziemlich primitiv rüberkommt und ich, wie gesagt, die Aussage auch verstehen und in gewisser Weise auch nachvollziehen kann.
    Den Intelligenzgrad eines Menschen erkennst du am leichtesten daran, wie genau er das sagt, was du denkst.
    ungelesen11.05.2010
    16:41:20 Uhr
    hotho
    Thomas (35)
    hotho ist nicht eingeloggtmännlich

    hotho
    5 Beiträge im Forum
    Dieses Thema ist jetzt noch aktueller als damals. Deshalb hab ich mir gedacht, diesen Thread wieder nach oben zu holen.
    Also was sagt ihr dazu. Wurden die richtigen Entscheidungen getroffen. Oder wurden Sie zu spät getroffen. Dürfen andere dafür zur Verantwortung gezogen werden.
    Um ehrlich zu sein, ich weiß gar nicht mehr, was ich glauben soll. Es kommt mir vor, als ob man ungewollt in einem Spiel mitspielen muss, von dem eigentlich gar nix weiß bzw. versteht.
    ungelesen11.05.2010
    17:21:04 Uhr
    little_sunshine...
    birthe j. (16)
    little_sunshine_94 ist nicht eingeloggtweiblichlittle_sunshine_94 ist Premium-Userlittle_sunshine_94 ist per Handy zertifiziert

    little_sunshine_94
    85 Beiträge im Forum
    Ich finde es teilweise unverantwortlich, dass wir jetzt dafür grade stehen müssen, dass Griechenland sich verschuldet hat.
    Jedoch muss man bedenken, was für Auswirkungen es auf ganz Europa hat, wenn Griechenland pleite geht.
    Ich glaub auch die Politiker sind sich nicht sicher ob ihre Entscheidung richtig war, die haben wahrscheinlich danach entschieden was in Moment am besten ist.
    Allerdings sollte jetzt wirklich darauf geachtet werden, dass Griechenland nach und nach aus dem Schuldensumpf kommt, denn irgendwann können wir die nicht mehr finanziell unterstützen.
    Wir haben in Politik darüber gesprochen. Ich fand das Ganze recht verwirrend und kann auch nicht entscheiden, was richtig ist, zum Glück musste ich die Entscheidung nicht treffen, trotzdem hoffe ich, dass es langfristig gesehen nicht die falsche Entscheidung war.
    Nur wenn man Griechenland nicht finanziell unterstützen würde, was würde dann geschehen?
    Ein "Rauswurf" aus der EU klingt vielleicht erstmal gut, aber das hat auch nicht nur Vorteile, zum Beispiel sinkt der Wert des Euros. Wenn dann noch die anderen hoch verschuldeten Länder rausfliegen, ist der Euro immer weniger Wert.
    „Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der Andere könnte am Ende doch recht haben.“
    (Karl Marx)
    ungelesen19.05.2010
    21:37:17 Uhr
    _caro_
    Carolin W. (20)
    _caro_ ist nicht eingeloggtweiblich_caro_ ist per Ausweis zertifiziert

    _caro_
    5 Beiträge im Forum
    Die EU ist selbst schuld.
    Es war von Anfang an klar, dass die suedlichen Laender nicht einfach sind wenn sie aufgenommen werden, genau wie wenn sie den Euro einfuehren. Aber viele Idealisten meinen, es gaebe eine europaeische Kultur weswegen man auch unbedingt so schnell wie moeglich ein um jeden Preis geeintes Europa brauche, da konnte keine Erweiterung frueh genug passieren.

    Dass man sich damit Aerger einhandelt ist klar. Und es ist auch vollkommen logisch, dass es Stress gibt mit Staaten, die seit 11 Jahren offizieller Beitrittskandidat sind, die man aber aus verschiedensten Gruenden nicht aufnehmen will und immer weiter vertroestet (Tuerkei), waehrend man Griechenland nur 6 Jahre nach dem Zerfall der dortigen Diktatur aufgenommen hat. Man sollte ja denken, es waere ein weiter Weg von der Diktatur bis zur gesunden Demokratie... Nein, in der EU dauert das nur 6 Jahre.

    Die europaeische Integration ist einfach viel zu schnell verlaufen, und jetzt spuert man die ersten grossen Folgen.

    Nicht falsch verstehen, ich bin nicht unbedingt EU-Kritikerin, aber ich studiere European Studies und nach ner Weile hat man da nen ziemlich guten Ueberblick, und wenn ich manche Sachen lese denke ich mir echt manchmal nur "Wie kann man so blind sein".
    Ich stehe aber der europaeischen Kultur kritisch gegenueber (also dass es eine gesamteuropaeische gibt) und finde, viele vergessen oft, dass es eben doch nicht so einfach ist diese ganzen verschiedenen Kulturen unter einen Hut zu bringen und zu sagen "Juhu, wir sind jetzt alle Europaeer".
    Das Motto "In Vielfalt geeint" ist leider nicht uberall wiederzuerkennen.
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